Regionalliteratur Sachsen 13. Jahrhundert, Reformationszeit

 

In meinem Verlag sind seit 1996 mehr als 150 Publikationen meist zur mittelsächsischen Geschichte erschienen. Burgen, Schlösser, Ruinen, Klöster, Kirchen, alte Urkundensammlungen, historische Nachrichten zu Orten und Objekten, Geschichten und Sagen, Reformationsgeschichte, Hussiten, Wettiner, Schleinitze, Leisniger Burggrafen, Schönburger, Kalköfen und Dampfmaschinen, Dorfgeschichten ... - es ist fast jedes Interessensgebiet vertreten, auch ein eigenes Kochbuch oder ein Rückblick auf die "Tafelrunde der Literatur" sind mit dabei. Und wenn Ihre Suche zunächst erfolglos bleibt - einfach fragen!

 
Altzella – Dr. J. T. H. Leyser / J. L. Rüling / A. Schiffner: Historische Nachrichten zu den frühesten Erwerbungen des Kloster Altzella. 1840/1841/1846, Preis: 5,00 €

Dieser 36 Seiten im A5-Format (gebundene Reproduktion) umfassende Auszug aus dem „Bericht an die Mitglieder der Dt. Gesellschaft zu Erforschung vaterländischer Sprache und Alterthümer in Leipzig“ der Jahre 1840, 1841 und 1846 enthält eine Urkunde zu den frühesten Erwerbungen des Klosters Altzella sowie zwei umfangreiche Interpretationen zu den in der Urkunde enthaltenen Ortsnamen. Erläuterung finden u.a. die (heutigen) Ortsnamen: Rauba, Choren (Kohren), Ostrau, Eulitz, Leuben, Birmenitz, Mochau, Poititz, Börln, Ottewig, Wuhnitz, Weißenborn, Mügeln usw.


Altzella – Johann Conrad Knauth: Historische Nachrichten zu einigen Alt-Zellischen Klosterdörfern um Nossen, Roßwein und Döbeln (1722). Preis: 10,00 €

Die 68seitige Zusammenstellung (Reprint im A5-Format, gebundene Reproduktion) aus dem 6. Teil der Altzellischen Chroniken von Knauth enthält Informationen zu folgenden Dörfern um Nossen, Roßwein und Döbeln: Augustusberg, Albertitz, Wettersdorf, Zweinig, Troischau, Ulrichsberg, Etzdorf, Eula, Marbach, Gersdorf, Gleisberg, Mochau, Hohenlauft, Niederstriegis, Zella / Die alte Zelle, Burgmühl, Seifersdorf, Rhäsa. Da Knauth in seiner Arbeit in alphabetischer Reihenfolge vorgegangen war, konnte diese Reihenfolge im vorliegenden Reprint nicht eingehalten werden, da das Ziel dieses Heftes in einer regionalen Zusammenstellung von Knauths Nachrichten bestand.


Beuditz – Johann Gottlob Horn: Kurze Historie des Nonnen-Klosters Beutiz (1730), Preis: 4,00 €

Während uns zu vielen Klöstern Mitteldeutschland teils umfangreiche Nachrichten alter Chronisten vorliegen, gibt es zu einigen Klöstern fast keinerlei Informationen. Eines der letztgenannten Klöster ist das als Familienkloster der Burggrafen der Neuenburg (novo castro) gegründete ehemalige Nonnenkloster Beutitz (früher Beutiz, Buthiz, Butiz, Budiz etc. geschrieben). Johann Gottlob Horn hat im 5. Teil seiner Nützlichen „Sammlungen zu einer Historischen Handbibliothec von Sachsen und dessen incorporirten Landen“ als erster und nach Kenntnis des Herausgebers auch einziger Chronist wenigstens einige Nachrichten zu diesem Kloster zusammengetragen, die hier als Reprint-Ausgabe (24 Seiten im A5-Format, gebundene Reproduktion) vorliegen. Auch zu den Burggrafen der Neuenburg aus dem Geschlechte der Meinheringer (gleichzeitig Grafen von Osterfeld und Mansfeld) speziell im 13. Jahrhundert liegen bis heute nur wenige kurze Arbeiten vor, und so wird der Leser die leider viel zu kurzen bei Horn enthaltenen Informationen dankbar entgegennehmen. Immerhin sollte es noch über 100 Jahre dauern, bis sich die Auffassung Horns, daß es sich bei dieser Familie um die Burggrafen der Neuenburg und nicht um die Burggrafen von Naumburg handelt, durchsetzen konnte.

 
Doberlug – M. George Christoph Kreysig - Historie des Klosters Dobrilug (1758), Preis: 10,00 €

Dieser 72 Seiten umfassende Aufsatz im A5-Format (gebundene Reproduktion) entstammt dem 4. Band der „Beyträge zur Historie derer Chur- und Fürstlichen Lande“ des Historikers M.G.C. Kreysig aus dem Jahre 1758. Auch wenn das Kloster in Doberlug seit 1815 zunächst zu Preußen und heute zu Brandenburg gehört, ist die Geschichte des Klosters doch ausschließlich mit Sachsen verbunden. Viele Orte des mittelsächsischen Raumes standen mit dem Kloster in Verbindung, und auch Walther von der Vogelweide nennt das Kloster in einem seiner Lieder. Manch heutige Einrichtungsgegenstände der Klosterkirche stammen aus Senftenberg, von dem wir in einem weiteren Auszug aus dem gleichen Werk unten die Annalen anbieten können.
 

Eilenburg – Historie derer Herren von Ilburg. Aus: Beyträge zur Historie derer Chur- und Fürstlichen Sächsischen Lande, Gesammlet von M. George Christoph Kreysig, Vierter Teil, Altenburg, 1758, Preis: 6,00 €

Dieser 44 Seiten im A5-Format (gebundene Reproduktion) umfassende Auszug aus Kreysigs Beiträgen hält viele Informationen vor allem aus dem 13. und 14. Jahrhundert bereit, als die „Ileburger“ zu den angesehensten und mächtigsten Geschlechtern im mittel- und nordsächsischen Raum gehörten. Sie gründeten das Kloster Mühlberg, besaßen Uebigau, Liebenwerda, Wahrenbrück, Strehla, Dahlen, Calau, Eilenburg und viele andere Orte mehr.
 

Geringswalde – Dr. Theodor Distel: Der Flacianismus und die Schönburgsche Landesschule zu Geringswalde (1879), Preis: 15,00 €

Kurz nach der Reformation, genauer von 1566 bis 1568, bestand für den kurzen Zeitraum von nur drei Jahren im heutigen Sachsen neben den Fürstenschulen von Grimma und Meißen noch eine weitere derartige Schule in den Schönburger Landen in Geringswalde bei Rochlitz. Nach Luthers Tod 1546 hatte sich die protestantische Kirche in mehrere Lager gespalten, von denen uns hier vor allem die Anhänger des Flacius Illyricus (1520 - 1575) interessieren sollen. Seine Lehre war an die des verstorbenen Luther angelehnt, was ihn gleichzeitig als Gegner Philipp Melanchthons auswies. Auch der Rektor der Schule, Magister Hieronymus Haubold, war Flacianer - und der sächsische Kurfürst August mächtiger Anführer ihrer Gegner. Da konnten auch die Schönburger nicht viel ausrichten. Im Gegenteil, der Schulgründer Wolf von Schönburg wurde von Juni bis Oktober 1567 selbst in den Kerkern des Dresdner Schlosses in Haft gehalten. Haubold mußte fliehen, und schrieb bereits damals eine 94 Seiten umfassende Schulchronik, die sich auf wundersame Weise bis heute in einem Kirchenbuch erhalten hat.Eine ausführliche Darstellung der Geschehnisse um diese Schule und die religiösen Auseinandersetzungen der Zeit hat im Jahre 1879 der damalige Archivar am Hauptstaatsarchiv Dr. Theodor Distel verfaßt, die hier als A5-Heft (gebundene Reproduktion) mit knapp 100 Seiten vorliegt.
 

Klosterbuch – Carl Wilhelm Hingst: „Das Kloster Buch in seinem Ursprunge, Wachsthume und Glanze“ (1865), Preis: 5,00 €

Hingst - er verfaßte später auch eine Chronik zu Döbeln - schrieb im Jahre 1865 für das 14. Heft der „Mittheilungen des Königlich Sächsischen Vereins für Erforschung und Erhaltung vaterländischer Geschichts- und Kunstdenkmale“ einen überschaubaren Beitrag zur Geschichte des Klosters, der dem Leser manch interessantes Detail zur Klostergeschichte liefern dürfte. Im Gegensatz zu den ebenfalls bei uns verfügbaren Annalen dieses Klosters vom gleichen Autor handelt es sich bei diesem Heft nicht um eine chronologische Aufarbeitung der verfügbaren Urkunden, sondern um einen geschichtlichen Überblick dieses für Sachsen und die Region um Leisnig und Döbeln bedeutsamen Klosters. Das A5-Heft (gebundene Reproduktion) umfaßt 32 Seiten.


Klosterbuch – Carl Wilhelm Hingst: „Annalen des Klosters Buch 1192 - 1480. Nebst einem Anhange: H. Altendorff - Das ehemalige Cistercienser-Kloster Buch oder Ilgenthal bei Leisnig“ (1878/86, mit neun S/W Abbildungen), Preis: 11,00 €

Diese 76 Seiten umfassende gebundene Reproduktion im A5-Format beinhaltet im Gegensatz zum Überblick von Hingst zu Kloster Buch die ursprünglich in verschiedenen Publikationen verteilten Annalen des Klosters Buch in Sachsen, also die Urkunden, die im Zusammenhang mit dem Kloster ausgestellt wurden. Offenbar wurde der Verfasser durch den Tod an der Vervollständigung der Annalen gehindert, jedenfalls enden diese bereits vor der Reformation im Jahre 1480. Dem Aufsatz hinzugefügt ist eine kleine Beschreibung der Architektur der heute noch vorhandenen Kapelle des Klosters durch den Baumeister Altendorff. Ein wichtiger Baustein der Geschichte um Leisnig und Döbeln.

 
Leisnig – George Christoph Kreysig/Heinrich Gottlob Francke/Geheim-Rat v.d. Gabelentz: Historische Nachrichten von der Stadt und den Burggrafen zu Leisnig (1755/1753/1876), Preis: 8,00 €

Dem Leser werden in dieser 56seitigen Arbeit (A5-Format, gebundene Reproduktion) verschiedene historische Nachrichten zu Leisnig dargeboten. Im Jahr 1753 erschien die heute noch für Leisnig bedeutsame Stadtchronik von Kamprad. Nur zwei Jahre später rückte Kreysig in den 2. Band seiner „Beyträge zur Historie derer Chur- und Fürstlichen Sächsischen Lande“ Ergänzungen zu dieser Chronik ein, die hier in einem 24 Seiten umfassenden Beitrag vorliegen. Die Ergänzungen beinhalten neun Urkunden, die vom Rat zu Leisnig geordneten Einkünfte des Altares sowie die Statuta der Stadt Leisnig bei Döbeln in Sachsen. Hinzu kommen auf 28 Seiten zwei Sammlungen zu Urkunden der Burggrafen von Leisnig, die heute noch eine wichtige Quelle zur Erforschung dieser Burggrafschaft bilden.

 

Mark Meißen, Familie von Schleinitz, 2010
Hans-Jürgen Pohl: Aus der Geschichte der Familie von Schleinitz – ein Beitrag zur sächsischen Landesgeschichte – (2010)
Preis: 6,00 Euro

Die Geschichte der Familie von Schleinitz dokumentiert zugleich einen wesentlichen Teil sächsischer Landesgeschichte vor allem der Zeit zwischen 1450 und 1650. Die einst in Sachsen weitverzweigte Familie derer von Schleinitz war in den verschiedensten Funktionen im markmeißnischen und kursächsischen Staatswesen sowie in der Kirchenverwaltung tätig und zugleich wesentlicher Kulturträger des Landes. Sie beauftragten die besten Architekten für ihren Burgen- und Schlösserbau sowie die bekanntesten sächsischen Bildhauerwerkstätten für ihre Kirchenausstattungen und dienten den meißnischen Markgrafen und späteren sächsischen Herzögen und Kurfürsten als wirtschaftliche und politische Berater. Das vorliegende Heft führt die Leser vor allem in die Region zwischen Meißen und Oschatz, aber auch nach Dahlen oder Kriebstein. Zusätzlich werden verschiedene bedeutsame Familienmitglieder gesondert vorgestellt. Auch wenn die Ausführungen in der 60 Seiten umfassenden Publikation aufgrund der Vielschichtigkeit des Themas natürlich nicht allumfassend sind, können sie doch dazu beitragen, sächsische Heimatgeschichte mit all dem Reichtum geschichtsträchtiger Baulichkeiten und Kunstwerke lebendig werden zu lassen und mit den geschichtlichen Personen dieser Zeit zu verbinden.
 

Meißen, Hochstift Meißen z. Zt. der Reformation, 2008
Unbekannter Verfasser (Ms. im Besitz des Herausgebers, um 1820): Historische Nachrichten über das Hochstift Meißen zur Zeit der Reformation. Erstdruck
Preis: 7,00 Euro

Das vorliegende Heft umfaßt 52 Seiten im A5-Format (einfache Gestaltung, Rückendrahtheftung) und behandelt die Einführung der Reformation im Hochstift Meißen. Die gedruckten Nachrichten zur Geschichte der Reformation in Meißen sind nicht sehr zahlreich und oft nur schwer zugänglich. Am 29. August 2007 fiel dem Herausgeber ein Manuskript zu diesem Thema in die Hände, dessen übertragene Fassung mit einem dem Inhalt angepaßten Titel (Originaltitel im Manuskript: Nachrichten über das Hochstift Meißen) in diesem Heft als Erstdruck nach fast 200 Jahren dem geneigten Leser übergeben wird.
Leider ist es bisher nicht gelungen, das Manuskript einem bestimmten Autor zuzuordnen. Im Manuskript selbst fehlen sowohl der Name des Autors als auch ein Datum. Ein möglicher Kandidat wäre Johann Gottlieb Körnich, der zumindest zwischen 1814 und 1840 in Meißen als Stadtschreiber und Stadtrichter tätig war und dessen Schrift um 1820 weitestgehend mit der des Manuskriptes übereinstimmt .
Auch dann, wenn er tatsächlich der Schreiber des Manuskriptes sein sollte, bleiben viele Fragen offen. In seinem Amt hatte er Zugang zu den Meißner Ratsakten, die in der Arbeit mehrfach erwähnt werden. Damit kommt er auch als Autor dieser Arbeit möglicherweise in Frage. Körnich hielt seinerzeit nachweisbar auch Vorträge zu geschichtlichen Themen um Meißen; ein persönliches Interesse von ihm an der Meißner Reformationsgeschichte scheint also durchaus denkbar. Allerdings ist es gerade seine Tätigkeit, die durchaus gleichberechtigt noch weitere Varianten ins Spiel bringt. So kann neben der Möglichkeit, daß ihm als Schreiber das Manuskript vom eigentlichen Autor diktiert wurde, nicht ausgeschlossen werden, daß er ein ihm vorliegendes älteres und heute unbekanntes Manuskript eines fremden Autors einfach noch einmal abgeschrieben hat.
Entstehungszeit und Autorschaft bleiben also trotz einer möglichen Feststellung des Schreibers weiter im Dunkel der Geschichte verborgen. Der hochinteressante Inhalt sowie auch die Art und Weise des sprachlichen Umgangs sprechen allerdings definitiv für einen Kenner der Materie als Autor. Sprachstil sowie Schreibweisen der Entstehungszeit wurden in der vorliegenden Arbeit denn auch beibehalten.
Die Beschaffenheit des Manuskriptes vermittelt dem Betrachter den Eindruck einer druckfertigen Vorlage. Ganz saubere Schrift, ganz wenig Streichungen, die Bögen sorgsam mit Faden gebunden – viel besser kann ein Manuskript nicht aussehen. Freilich hat der Autor an den hier vorliegenden Druck nicht letzte Hand anlegen können. So sind Fehler, die er selbst vielleicht auf dem Korrekturbogen erkannt hätte, am Ende wohl unvermeidbar.
Um dem Leser ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie so eine Originalhandschrift aussehen kann, sind drei verschiedene Seiten des Manuskriptes als Kopie auf den letzten drei Seiten der Publikation abgebildet, mit Verweis auf die jeweils zutreffenden Stellen im Heft.
 

Meißen-Cölln, 775 Jahre Meißen-Cölln, 2008
Hans-Jürgen Pohl: Cölln bei Meißen. Die Gründungsgeschichte eines Meißner Ortsteiles - Beispiel einer fehlgeschlagenen Stadtplanung? (2008)
Preis: 5,00 Euro

Der Ort Cölln stand, was seine Geschichte anbetraf, immer im Schatten des geschichtsträchtigen Meißen auf der gegenüber liegenden Seite der Elbe. Bis zur Reformation bischöflich-stiftischer Grundbesitz, war es ein kleines Dorf gewesen, mit Bauern, Gärtnern, besitzlosen Landarbeitern, Herrengut und Pfarre – eine Geschichte, wie die vieler anderer Dörfer auch. Und Cöllns Ursprung verlor sich im Dunkel der Geschichte. Im endenden 19. Jahrhundert vermuteten Sprachwissenschaftler den Ort als hervorgegangen aus einem angeblichen Sorbendorf namens Colne.
Doch nun neben dieser Hypothese auf 44 Seiten im A5-Format (Rückendrahtheftung, Innenteil einfache Gestaltung, einige Karten und Ortspläne) eine neue! Eine kleine Dorfgemeinde – und trotzdem eine eigene Kirche. Wenig dörfliche Ackernutzflur – aber ein urbanes Dorfstraßennetz. Keine überregionale Bedeutung – aber Vögte der Silberstadt Freiberg standen einst inmitten des Ortes. Gärtner und Bauern, belächelt von hochmütigen Stadtbürgern – aber die Vorfahren eben dieser Dörfler kamen aus hochmittelalterlichen Städten.
Das 1233 erstmals urkundlich erwähnte Cölln, deklariert als ein angedachter, aber schon in der Anfangsphase wieder aufgegebener urbaner Gründungsversuch der Meißner Kirche im Hochmittelalter. Cölln an der Elbe – war es von Vornherein als grundherrschaftliches Dorf der Meißner Kirche angelegt oder war es doch einst als urbaner Ort des Bistums geplant? Gescheiterte Stadtgründungsversuche oder nach kurzer Zeit wieder aufgegebene Urbanitäten sind durchaus nicht so selten gewesen, und es gibt mehrere Beispiele davon in Sachsen. Sie mutierten zu Dörfern oder wurden zu Wüstungen.
Ein spannender Ausflug in das 13. Jahrhundert, der, wenngleich er am Ende in Teilen hypothetisch bleiben muß, doch bereits im JG 2005 des „Neues Archiv für Sächsische Geschichte“ im Überblick zu finden ist und durchaus einiges an Wahrscheinlichkeit für sich hat.

 
Meißen – Konrad Seeliger: „Das Nonnenkloster zum heiligen Kreuz bei Meißen“ (1882/83), Preis: 10,00 €

Enthalten im heute kaum mehr verfügbaren ersten Band der Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Meissen, beschreibt der 68 Seiten umfassende Aufsatz im A5-Format (gebundene Reproduktion) nicht nur die ältere Geschichte des Klosters, sondern befaßt sich auch vergleichsweise relativ umfangreich mit den Ereignissen nach der Reformation, als die Nonnen aus dem Mühlberger Kloster ebenfalls nach Meißen kamen. Als Quellen dienten Seeliger u.a. auch die Aufzeichnungen von Johann Friedrich Ursinus, dessen Vorwort zur Thietmar-Chronik (Thietmar von Merseburg) unter „Sachsen“ verfügbar ist.


Meißen – Professor Theodor Flathe - Das Kloster der Augustiner Chorherren zu Sanct Afra in Meißen (1876), Preis: 11,00 €

Der Name „Professor Flathe“ hat in der Heimatgeschichte der Stadt Meißen einen guten Klang, gehörte er doch maßgeblich zu den Autoren der ersten Ausgaben der „Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Meißen“. Die vorliegende, 76 Seiten umfassende Abhandlung (gebundene Reproduktion im A5-Format) zum Kloster St. Afra suchen wir dort indes vergeblich, denn sie erschien bereits sechs Jahre vor dem ersten Band der „Mitteilungen“ im 2. Band der Neuen Folge des Archiv für die Sächsische Geschichte. Da er viele Dokumente und Urkunden auswerten konnte, die Ursinus bei seiner 1780 erschienenen Historie des Klosters St. Afra noch nicht vorlagen, bietet dieser Beitrag die wohl letzte größere Ergänzung zur Geschichte dieses Klosters.


Meißen – Historische Nachrichten zum Roten Turm auf dem Schloßberg zu Meißen. Aus: Gottfried Immanuel Grundig/Johann Friedrich Klotzsch - Sammlung vermischter Nachrichten zur Sächsischen Geschichte, Band 1 (1767), S. 234-265; Johann Christian Hasche - Magazin der Sächsischen Geschichte aufs Jahr 1790, S. 349 - 357; Traugott Märcker - Das Burggrafthum Meißen (1842), S. 146-155, Preis: 8,00 €

In diesem 56 Seiten umfassenden Heft (A5-Format, gebundene Reproduktion) geht es um ein vielleicht ewiges Mysterium der sächsischen Landesgeschichte - den Roten Turm zu Meißen. Kein Bild kündet von ihm, keine Beschreibung läßt seine Gestalt aus dem Nebel der Vergangenheit emporsteigen. Bis wann gab es diesen Turm, und wo genau stand er? Geben Grabungsergebnisse oder Urkunden hier die richtige Antwort? Richtig streiten kann allerdings nur jemand, der alle Argumente kennt. Die hier als Einstieg vorliegende, den Roten Turm betreffende Abhandlung von Grundig und Klotzsch erschien vor 240 Jahren als wohl erste umfangreiche Arbeit zu diesem Bauwerk. Wenn Traugott Märcker sie 1842 in seinem „Burggrafthum Meißen“ als „gediegen“ bezeichnete, ist das allemal Referenz und Grund genug, sie hier noch einmal der Vergessenheit zu entreißen. Dabei erschien eine Aufnahme von Märckers vergleichsweise kurzem „Ausflug“ zum Roten Turm ebenfalls sinnvoll, denn auch seine Arbeit ist heute kaum noch verfügbar. Und auch die Arbeit von Hasche, wenngleich bei Märcker durchaus zu Recht in der Kritik, enthält doch einige interessante Anmerkungen insbesondere zum mutmaßlichen Standort sowie dem Zeitpunkt der Aufgabe des Turmes, wenngleich leider ohne Quellennachweis. Dennoch - falls das bei ihm erwähnte Jahr 1505 als Jahr der Schuttberäumung des Roten Turmes stimmt, stellt sich unwillkürlich die Frage, welche in den Jahren vor 1505 erbauten Gebäude auf dem Meißner Burgberg die gewaltigen Steinmassen des Turmes in ihren Fundamenten und Kellern aufgenommen haben könnten.

 
Meißen – Johann Friedrich Ursinus: Geschichte der Adela, Tochter des Markgrafen Otto der Reiche (1805), Preis: 5,00 €

In der historischen Überlieferung zur Gründung des Klosters „Heiliges Kreuz“ bei Meißen gibt es die Nachricht, das Kloster sei um 1200 für des Markgrafen Schwester Adela gegründet worden. Was hat sich damals zugetragen, als die mit dem Böhmenkönig Ottokar verheiratete Adela um 1199 von diesem verstoßen wurde und zu ihrem Bruder nach Meißen flüchten musste?
Wer in den alten Meißner Chroniken und Schriften dazu etwas lesen möchte, der sucht vergeblich. Auch in der 1895 gedruckten Bibliographie des verdienstvollen Meißner Chronisten Johann Friedrich Ursinus finden sich keinerlei Nachrichten zu einer gedruckten Arbeit von ihm zur verstoßenen Königin Adela. Und als der Meißner Heimatforscher Hans-Jürgen Pohl im Spätsommer 2010 kurz vor seinem viel zu frühen Tod in den Band 5 seiner „Geschichten und Sagen des Meißner Landes“ einige „Geschichten um Johann Friedrich Ursinus“ anlässlich dessen 275. Geburtstages aufnahm, fehlte immer noch jeder Hinweis darauf, dass es doch eine gedruckte Arbeit des Ursinus zu Adela gibt – und es gibt sie, herausgegeben knapp 10 Jahre nach dem Tod des Ursinus im Jahre 1805 durch Christian Ernst Weiße.
Die Arbeit (32 Seiten, gebundene Reproduktion im A5-Format, S/W) macht deutlich, dass jeder – Bischof, Papst oder Kaiser – zwar das Adela zugefügte Unrecht erkannte, jeder für sich aber wohl mehr als nur einen Grund hatte, es sich nicht mit dem mächtigen Böhmenkönig Ottokar sowie dessen neuer Gemahlin Constantia, der Schwester des ungarischen Königs, zu verderben und statt dessen mit halbherzigen Versprechungen und Untersuchungen die verstoßene Adela ohne Entscheidung in der Sache hinzuhalten. Auch wenn sich natürlich aus heutiger Sicht manch ein Irrtum des Chronisten in seiner Arbeit befindet, so bietet sie uns doch in diesem Umfang unverzichtbare Informationen zu einem Vorgang, der vor mehr als 800 Jahren eine Königin ins Meißner Exil gehen ließ, bis diese dann fast 13 Jahre nach Prozessbeginn im Frühjahr 1211 starb.

Meißen, Stolpen, Wurzen – Das Grabmal und die Reliquien des Heiligen Benno in Meißen, Stolpen und Wurzen, Preis: 5,00 €

Wer die Frauenkirche zu München kennt, der weiß, daß sich dort heute die Reliquien des Heiligen Bischof Benno von Meißen befinden. Wie kamen diese Reliquien einst nach München, wo doch in Meißen nicht einmal 20 Jahre nach der Heiligsprechung Bennos in den Wirren der Reformationszeit dessen Gebeine angeblich in der Elbe versenkt worden sein sollen? Die Geschichte eines sächsischen Heiligen, einst still in einem finsteren Winkel des Meißner Domes beigesetzt, dann verehrt, verachtet, und zum Schluss in einer Kiste über Stolpen und Wurzen bis nach München durchgereicht. Der berühmteste Knochenschmuggel der sächsischen Geschichte in einem 36seitigen Heft im A5-Format (gebundene Reproduktion mit Beiträgen von Ursinus, Faust, Friedensburg, Weber, Pohl, Hersfeld).

 

Mitteldeutschland, Anno Domini 1211, Kreuzritter, Heilige, alte Gemäuer, 2007
„Anno Domini 1211 - Mitteldeutschlands Kreuzritter, bedeutende Frauen und alte Gemäuer im Spiegel eines Jahres“ – das Begleitheft zum gleichnamigen Vortrag von Robert Schmidt (2007).
Preis: 4,00 Euro

Was passierte alles im Jahre 1211? Der Baubeginn von Schloß Osterlant bei Oschatz war im Jahre 1211, und auch der Rücktritt des Abtes Ludeger von Altzella führt uns in dieses Jahr. Hermann von Salza war in diesem Jahr Hochmeister des Deutschen Ordens, der ebenfalls 1211 in Ungarn begann, Burgen zu erbauen und Land zu besiedeln. Und während die ungarische Königstochter Elisabeth vierjährig nach Thüringen gebracht wurde (bekannt als Heilige Elisabeth), starb im Frühjahr 1211 die verstoßene böhmische Königin Adela in Meißen. Das Heft führt den Leser neben den schon genannten Orten u.a. nach Altzella, Dommitzsch, Grimma, Mühlberg, Neuenburg, Raitzen, Seußlitz, ins Osterland um Weißenfels und Zeitz sowie auf die Neuenburg bei Freyburg an der Unstrut.
Wenn auch das Jahr 1211 im Mittelpunkt dieses als Begleitheft zum gleichnamigen Vortrag gedachten Heftes steht, so ist es doch für das allgemeine Verständnis notwendig, das Geschehen dieses Jahres mit all seinen Folgen in einen deutlich größeren geschichtlichen Rahmen zu setzen. Dieser beginnt kurz vor 1190 und umfaßt ein knappes Jahrhundert.
Die meisten der im Aufsatz (32 Seiten im A5-Format, Rückendrahheftung, Umschlag farbig gedruckt, Innenteil einfache S/W Gestaltung) in einen geschichtlichen Zusammenhang gebrachten Erkenntnisse sind durch Urkunden oder archäologische Grabungen historisch gesichert. Indes – der zu behandelnde Zeitraum liegt etwa 800 Jahre zurück, so daß wir auf manche Fragen wohl niemals eine Antwort geben können, die auch nachprüfbar wäre. Einige mögliche Antworten finden sich – gerade auch in den Fußnoten – dennoch im Heft, und es bleibt jedem Leser nach Prüfung der Quellen selbst überlassen, ob und in welchem Umfang er den angedachten Lösungsvorschlägen des Autors folgen mag oder nicht.
 

Mitteldeutschland, Luther und die Fürsten, 2020
Robert Schmidt: „Luther und die Fürsten“ – das Begleitheft zum gleichnamigen Vortrag (2. Auflage 2020).
Preis: 6,00 Euro

„Es ist besser, mit eigenen Augen zu sehen, als mit fremden.“

Das Zitat von Martin Luther bot für die Redaktion des SONNTAGSWOCHENBLATT Anlass, im Zeitraum von Juni bis Oktober 2015 in 16 Folgen die Aufmerksamkeit ihrer Leser auf die 1. Nationale Sonderausstellung zum 500. Reformationsjubiläum „Luther und die Fürsten“ zu lenken, gezeigt vom 15. Mai 2015 bis zum 1. November 2015 auf Schloss Hartenfels Torgau. Viele kleine Details oder Geschichten rund um die Ausstellung „Luther und die Fürsten“ wurden veröffentlicht, und Sie, liebe Leser, sind herzlich eingeladen, sich mit den in diesem 36seitigen Heft zusammengefassten Beiträgen noch einmal auf eine Reise in die Zeit vor 500 Jahren zu begeben und den Blick in eine Vergangenheit zu wagen, die für uns Alle im täglichen Leben immer noch präsent ist, und von der wir doch so wenig wissen ...

Inhalt:

95 Thesen und ein Bischofshut; Ein Löwe sitzt im Gehäuse; Gebannt und geächtet – Martin Luther als Junker Jörg; Pilger, Fürst und Reliquiensammler – Friedrich der Weise; „Mittelalter-Steno“ – Schriftgeheimnisse in der Kanzlei; Bischof Benno – ein sächsischer Heiliger in Torgau; Aus dem Kloster in die Freiheit; Der Krieg der Bilder und Worte; Vom Kaiserthron ins Kloster – Kaiser Karl V.; Auf der Jagd nach dem Motiv – Lukas Cranach d.Ä.; Kriegslärm um Wurzen; Martin Luther als Friedensstifter; Der Weg nach Mühlberg; An der Elbe vor Mühlberg; Die Entscheidung bei Mühlberg

 

Nimbschen – Magister Christian Gottlob Lorenz: „Einige Bemerkungen über das Kloster Nimtschen bei Grimma und über Katharina von Bora“ (1861), Preis: 3,00 €

Flohen die Nonnen, zu denen die spätere Frau von Martin Luther gehörte, aus Nimbschen wirklich in Heringstonnen? Wie konnte die Flucht überhaupt gelingen? Ein wiederentdeckter Beitrag des Grimmaer Stadtchronisten Lorenz, der hier in einem 16seitigen A5-Heft (gebundene Reproduktion) vorliegt.

 

Oschatz, Wüstes Schloß Osterlant, 2003

Robert Schmidt: „Jagdpalast oder Kapelle? Das Wüste Schloß Osterlant bei Oschatz“ (2003).
Preis: 2,00 Euro

 

Die erste Arbeit des Autors zu diesem Gemäuer, deren Thesen im Kern nach wie vor nicht widerlegt sind, da auch alle anderen Thesen unter dem gleichen Mangel leiden – sie sind auf Grund fehlender Urkunden nicht beweisbar. Die faszinierende und auch einzigartige Architektur der Ruinen am Stadtrand von Oschatz in Sachsen läßt gerade bei der vermeintlichen Nutzung größeren Spielraum, zumal die Ausgrabungen 1991 keine Ansatzpunkte für Heizung, Abort, Glasfenster oder Verteidigungsanlagen erbringen konnten. Auf 24 reich bebilderten Seiten (Format 12 x 17 cm) werden Zusammenhänge mit dem Schloß Bornitz, dem Kloster Altzella und auch der römischen Architektur dargestellt. Manche Fragen müssen aber auf Grund fehlender Urkunden auch in diesem Heft unbeantwortet bleiben. So bieten sich dem Leser immer noch genügend Ansatzpunkte zum Weiterforschen.



Oschatz, Wüstes Schloß Osterlant, 2004
Gabriele Teumer: Wer war Thomas Osterland - Ratsherr, Mörder, Schloßbesitzer? (2004)
Preis: 2,00 Euro

Die vorliegende, 24 Seiten umfassende Publikation (Format 12 x 17 cm), die schlüssiger als die bisherigen Theorien den Namen „Osterland“ für die Ruinen vor den Toren der Stadt Oschatz erklärt, führt den Leser in das ausgehende Mittelalter des 15. Jahrhunderts. Damit ist es eine ideale Ergänzung der anderen Arbeiten zur Ruine, die sich ausschließlich mit dem 13. Jahrhundert auseinandersetzen.


Oschatz, Wüstes Schloß Osterlant, 2005
Reinhard Spehr: „Das Wüste Schloß Osterlant - Eine archäologische Betrachtung zur Baugeschichte“ (2005).
Preis: 3,00 Euro

Mit diesem kleinen Führer kann der Besucher der romantischen Ruinen vor den Toren der Stadt Oschatz in Sachsen selbst vor Ort die Ergebnisse der Grabung von 1991/92 nachvollziehen. Wichtig erschienen dabei vor allem die archäologischen Befunde, da sie die einzigen sicheren Anhaltspunkte für die Bewertung liefern. Das reich bebilderte Heft (Format 12 x 17 cm) zeigt auf 32 Seiten neben Grabungsfunden sowie einem überarbeiteten Grundriß zahlreiche Details gerade auch vom Wasserhaus, zu dem wir im Heft den Satz finden: „Die architektonische Qualität, die Gestaltung als inneres Oktogon, die Abgeschiedenheit und Stille, der Glanz und die Kühle des Quellwassers lassen den gralshaften Raum zu einem mit Würde und Andacht gefüllten Ort werden.“


Oschatz, Wüstes Schloß Osterlant, 2006
Robert Schmidt: Das Wüste Schloß Osterlant und der Deutsche Orden. Eine Ordensburg in Mitteldeutschland? (2006)
Preis: 4,00 Euro

Die hier im A5-Format (Rückendrahtheftung, einfache Gestaltung) auf 32 Seiten vorliegenden neuen Erkenntnisse und Zusammenhänge zwischen dem Wüsten Schloß Osterlant (auch Osterland geschrieben) und dem Deutschen Orden verstehen sich als Denkansatz. Vieles ist noch offen, manches allerdings schon beweisbar. Eine Ordensburg in Mitteldeutschland ist für viele Burgenforscher abwegig und unvorstellbar. Es gibt jedoch eine Reihe von Indizien, die genau das zumindest möglich erscheinen lassen. Auf Basis dieser Arbeit entstand 2007 das oben angebotene Heft „Anno Domini 1211“.


Oschatz, Wüstes Schloß Osterlant, 2007
Thomas Biller: Das „wüste Steynhus“ bei Oschatz in Sachsen – frühe Gotik auf dem Weg nach Osten (2007).
Preis: 5,00 Euro

Jene rätselhafte Ruine, die man in Oschatz heute meist als „Osterlant“ bezeichnet, ist in letzter Zeit mehrfach Gegenstand von Veröffentlichungen gewesen. Die vorliegende Arbeit von 2007 entstammt der Feder eines renommierten Berliner Burgenforschers: Dr. Dr. Thomas Biller. Bereits Mitte 2006 innerhalb einer Festschrift als Aufsatz erschienen, liegt dieser nun aktuell überarbeitet separat im handlichen A5-Format (Rückendrahheftung, einfache Gestaltung) auf 40 Seiten vor.
Dabei wagt sich der Burgenforscher auf Neuland, denn seine Arbeit beleuchtet die vielfältigen Deutungen zum Zweck des Bauwerkes sowie zur Frage des Bauherren nur am Rande und beschreitet insgesamt einen grundsätzlich anderen Weg, nämlich den des kunstgeschichtlichen Stilvergleichs. Bei dieser Methode geht es nicht um einen direkten Bezug zur sächsischen Geschichte, sondern um die Entwicklung der Architektur in einem gesamteuropäischen Maßstab. Dieser Ansatz ist nach Ansicht des Autors deswegen weitaus erfolgversprechender, weil gerade in der hier interessanten Zeit, in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts ein neuer Stil seinen Siegeszug durch Europa antrat - die Gotik. Vor diesem Hintergrund versucht der Aufsatz eine neue Analyse des Baues und seiner Herleitung. Denn im Gegensatz zum bisherigen Anschein lassen sich durchaus Zusammenhänge wahrscheinlich machen, die bisher undiskutiert sind, und andere recht sicher ausschließen.

 

Osterland – Johann Friedrich Roch - Von dem Osterlande (1756), Preis: 4,00 €

Dieser 24 Seiten umfassende Aufsatz im A5-Format (gebundene Reproduktion) entstammt den - Beyträgen zur Historie derer Chur- und Fürstlichen Sächsischen Lande - von C.G. Kreysig. Der Beitrag geht ausführlich auf die seinerzeit verfügbaren Quellen ein und beschreibt die mittelalterlichen Grenzen des Osterlandes (Osterland, heute Region um Altenburg) in Sachsen sowie dessen Zugehörigkeit zu den einzelnen Marken im 12. und 13. Jahrhundert. Dabei finden auch Themen wie Landthinge eine entsprechende Würdigung.
 

Sachsen – Dr. Karl Friedrich von Posern-Klett: Zur Geschichte der Verfassung der Markgrafschaft Meißen im 13. Jahrhundert, daraus: Das Landthing, Der Hof des Markgrafen (1863), Preis: 7,00 €

Dieser 48 Seiten umfassende Aufsatz im A5-Format (gebundene Reproduktion) entstammt dem 2. Band der „Mittheilungen der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung vaterländischer Sprache und Alterthümer in Leipzig“ aus dem Jahre 1863. Was war ein Landthing, welche rechtlichen Fragen nicht nur der Mark Meissen wurden hier entschieden? Wen nennen die Urkunden als Zeugen, wer konnte überhaupt auf einem Landthing in Sachsen erscheinen? Ob die Landthinge nun in Collm bei Oschatz, in Landsberg oder Delitzsch stattfanden, fast alle sind hier erwähnt und behandelt.


Sachsen – G. I. Grundig und J. F. Klotzsch: Historische Nachrichten zur Einführung der Reformation bei den Klöstern in Sachsen. (1771), Preis: 10,00 €

Das vorliegende Heft umfaßt 68 Seiten im A5-Format (gebundene Reproduktion), entstammt der „Sammlung vermischter Nachrichten zur Sächsischen Geschichte. 6. Band, Chemnitz Stößel 1771“ und behandelt die Einführung der Reformation in Sachsens Klöstern, wie sie seinerzeit in Landtagsverhandlungen beschlossen wurde. Besonders interessant dabei sind ganz konkrete Nachrichten, welche Adelsfamilie (meist waren es solche) denn nun welches Klostergut für welche Summe kaufen konnte. Mit Nachrichten u.a. aus den Klöstern Beutitz, Döbeln, Dresden, Freiberg, Großenhain, Leipzig (drei Klöster), Meißen (Heiliges Kreuz und St. Afra), Mühlberg, Pegau, Petersberg, Pforta, Riesa, Seußlitz und Sornzig. Für Namensforscher der Leckerbissen: es werden, zusammen mit der jeweils festgelegten Pension, namentlich etwa 180 (!) Nonnen und Mönche der genannten Klöster aufgeführt.


Sachsen – Theodor Schön: Urkunden des Hauses Schönburg bis 1290 (1901/1910), Preis: 9,00 €

Die mittelalterlichen Urkunden besonders der Zeit vor 1300 sind für viele Heimatforscher unverzichtbarer Bestandteil bei der Erforschung des Ursprunges ihres Ortes. Viele Urkunden wurden im „Codex Diplomaticus“ zusammengefaßt, Urkunden landesgeschichtlich bedeutender Familien wie z.B. des Hauses Schönburg fehlen hier aber weitgehend. Aus den Urkundenbüchern der Familie Schönburg wurden vorliegend auf 64 Seiten (A5-Format, gebundene Reproduktion) über 100 Urkunden entnommen, die alle aus der Zeit bis 1290 stammen und somit wenigstens ein kleines Licht auf die Verhältnisse in den ehemaligen Besitzungen der Schönburger werfen.
 

Thüringen – Einige alte Nachrichten von der Balley Thüringen. Aus: Beyträge zur Historie derer Chur- und Fürstlichen Sächsischen Lande, Gesammlet von M. George Christoph Kreysig, Erster Teil, Altenburg, 1754; sowie „Von der Herrschaft Salze item Von der Baley Thüringen“, Aus: Beyträge zur Historie derer Chur- und Fürstlichen Sächsischen Lande, Gesammlet von M. George Christoph Kreysig, Vierter Teil, Altenburg, 1758, Preis: 6,00 €

Dieser 44 Seiten im A5-Format (gebundene Reproduktion) umfassende Auszug aus Kreysigs Beiträgen zum Deutschen Orden enthält neben einem Verzeichnis der Ordenshäuser und ihrer Besitzungen von 1503 auch zwei teils umfangreiche deutschsprachige Urkunden zur Ordensgeschichte von 1507 und 1562. Folgenden Ordenshäuser werden aufgeführt: Zwätzen, Liesten, Liebstadt, Neilstädt, Altenburg, Weimar, Mühlhausen, Eger, Adorf, Plauen, Schleitz, Reichenbach, Halle, Zschillen, Thanna, Ascha, Saalfeld. Bei dem Beitrag zur Herrschaft Langensalza ist zusätzlich ein umfangreicher Abriß zu Lebensstationen des Hochmeisters Hermann von Salza enthalten.
 
Von den in den vorstehenden Arbeiten enthaltenen Informationen habe ich zahlreiche Details auch in meine bisher mehr als 1.000 Vorträge und Lesungen übernommen. Details zu meinen Vortragsangeboten finden Sie hier